Groß-Umstadt

Willkommen im Haus Weinbergblick
Groß-Umstadt

 

Unser Haus/Baulichkeit

 

 

Das „Haus Weinbergblick" wurde nach dem Hausgemeinschaftsmodel, nach den Richtlinien des Kuratoriums Deutscher Altenhilfe (KDA), gebaut und wird seit März 2012 betrieben.

 

Die Einrichtung liegt in zentraler Lage. Alle wichtigen Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen wie die Gemeindeverwaltung, Kirchen, Banken, Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten sind zu Fuß erreichbar, dazu ist eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben. Die Kreisklinik Groß-Umstadt, eine Allgemeinklinik, verfügt über eine Geriatrie, Geriatrische Tagesklinik und eine Notfallambulanz.
Die Bewohner haben freie Hausarztwahl. Hausärzte aus Groß-Umstadt kommen zu Hausbesuchen. Alle Fachärzte und therapeutische Angebote, wie Krankengymnastik und Logopädie, sind in der Stadt angesiedelt.

 

Die Senioreneinrichtung bietet in sechs Hausgemeinschaften jeweils 12 Bewohnern ein Zuhause, also 72 Einzelzimmer, inklusive drei eingestreuter Kurzzeitpflegeplätze und 12 Tagespflegeplätze.

 

In jeder Hausgemeinschaft gibt es einen großen Gemeinschaftsbereich. Herzstück des Gemeinschaftsbereiches - und damit des gesamten gesellschaftlichen Lebens innerhalb der Hausgemeinschaft - ist die geräumige Wohnküche. Sie dient nicht nur der Bewältigung der gesamten Haushaltsführung sondern auch als kommunikatives Zentrum.


In unseren Hausgemeinschaften findet die Pflege nicht „am Bett" statt, sondern in der Küche, auf der Terrasse, im Garten oder im Wirtschaftsraum! Daraus folgt die Neudefinition des Pflegebegriffs, denn „Pflege", „Betreuung" und „Hauswirtschaft" sind in dieser Lebensform keine unterschiedlichen Disziplinen mehr. Unser Leitbild leitet sich daraus ab:

 

„ Die Hausgemeinschaft, eine Lebenskultur:
Wohnen steht vor Pflege".

 

Um unseren Bewohnern ein Höchstmaß an Lebensqualität zu ermöglichen, erfüllt unser Konzept drei Anforderungen an moderne, gute Pflege, die es maßgeblich von den Pflegeheimen der ersten bis dritten Generation unterscheiden:


Kleinteiligkeit, Normalität und Nachhaltigkeit

 

• Kleinteiligkeit
   - Zentrale Versorgungsstrukturen werden durch eine dezentrale Versorgung
     ersetzt. Es wird in jeder Hausgemeinschaft täglich gekocht.
   - Ständig anwesende Alltagsmanagerinnen erbringen den Pflege- und
     Betreuungsbedarf.
   - Es entsteht Vertrautheit durch Überschaubarkeit der Anzahl von Bewohnern,
     Betreuenden und Besuchern.

 

• Normalität
   - Die Umgebung strahlt Sicherheit und Geborgenheit aus und wird von alten
     Menschen vollständig erfasst.
   - Die überschaubare Anzahl von Mitbewohnern erleichtert die Kontaktaufnahme
     untereinander. Die am „normalen Haushalt" orientierte Organisationsstruktur
     ermöglicht den Bewohnern sich zu betätigen, am Alltag teilzunehmen und
     teilzuhaben. Qualitativ hochwertige Pflege tritt diskret in den Hintergrund.

 

• Nachhaltigkeit
   - Das bauliche und inhaltliche Konzept sind so entwickelt, dass sie nicht nur
     den heutigen Anforderungen pflegebedürftiger Menschen gerecht werden,
     sondern dies auch zukünftig, unter veränderten Rahmenbedingungen, zu
     leisten im Stande sein werden.


Betreuung in der Hausgemeinschaft

Die Selbstorganisation der Hausgemeinschaft wird durch die Präsenz der Alltagsmanager in der Wohnküche erreicht.

• Die Alltagsmanger beziehen die Bewohnerinnen und Bewohner bei der
  Organisation des hauswirtschaftlichen Alltags in die anfallenden Tätigkeiten
  ein - natürlich entsprechend deren individuellen Fähigkeiten. Beispiele für
  Tätigkeiten, in die die Bewohner eingebunden werden können sind: Essens-
  zubereitung, Wäscheversorgung, Blumenpflege, Haustierversorgung, kleine
  handwerkliche Arbeiten, Gartenarbeiten.

 
• Außerdem begleiten und unterstützen sie die Bewohnerinnen und Bewohner bei
  allen Selbstpflegetätigkeiten und die Bezugspflegefachkraft bei der Erbringung
  der erforderlichen Pflege.

 

Die Tagesstrukturierung und -organisation nach dem Prinzip der Alltagsvertrautheit wirkt sich positiv anregend auf die Bewohner aus. Die systematische Beschäftigung mit vertrauten Tätigkeiten weckt und erhält bedeutende Erinnerungen. Sie dient der Aufrechterhaltung und Förderung der Alltagskompetenzen der Bewohner. Doch keine Sorge - selbstverständlich gibt es keine Pflicht, sich an der Hausarbeit zu beteiligen, es ist vielmehr ein Angebot.

 
Wir schaffen optimale Bedingungen, um die oben beschriebenen Merkmale von Lebensqualität zu erhalten und zu fördern.
   - Selbständigkeit
   - Privatheit
   - Vertrautheit
   - Geborgenheit
   - Eigenverantwortlichkeit

 

• Selbständigkeit
Das barrierefreie Umfeld ermöglicht es, körperlichen Hilfebedarf auszugleichen und damit die Selbständigkeit der Bewohner weitgehend zu erhalten. Die zentrale Lage fördert die Selbständigkeit der Bewohner in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Zudem erleichtert die zentrale Lage Freunden und Angehörigen, „mal eben vorbeizuschauen".

 

• Privatheit
Die meisten Menschen unserer Kultur sind es gewohnt zu bestimmen, wie viel Privatheit und wie viele soziale Kontakte sie haben. Jeder Mensch braucht sein eigenes Territorium, zu dem er eine Beziehung hat. Wie in einer normalen Wohnung gibt es neben den Gemeinschaftsräumen auch private Räume. Dadurch wird das Bedürfnis des Menschen nach Privatsphäre und sozialem Leben gleichermaßen erfüllt.

 

• Vertrautheit
Das Kriterium der Vertrautheit spielt eine zentrale Rolle für unsere Wohngemeinschaften.
Das Merkmal der Kleinteiligkeit in Kombination mit einer warmen, entspannten Atmosphäre hilft den Bewohnern ihre Angst vor dem „Verloren sein" zu bändigen.
Unsere Bewohner sind in ein beständiges, soziales Netz bekannter Menschen eingebettet, das ihnen Orientierung gibt. Die Alltagsmanager schaffen und festigen dieses soziale Netz und tragen dadurch maßgeblich dazu bei, den Bewohnern Vertrautheit zu schenken.
Die Starke Einbeziehung von Angehörigen sorgt dafür, dass bereits vertraute Bezugspersonen Teil der Gemeinschaft sind. Vor allem bei der Biografiearbeit leisten Angehörige wertvolle Hilfe. Durch gute Biografiearbeit kann den Bewohnern nicht nur ein anregendes, fantasievolles Milieu geschaffen werden, sie können auch individuell aktiviert und gefördert werden.

 

• Geborgenheit
Geborgenheit ist von Privatheit und Vertrautheit abhängig und wird durch das Gefühl von „Sicherheit" geschaffen. Häufig geht älteren Menschen das Gefühl von Sicherheit verloren, weil ihnen durch ihre gesundheitliche Situation die Kontrolle über ihr Leben immer mehr entgleitet.
Eine angemessene Pflege sorgt für die physische Sicherheit der Bewohner. Sie erfolgt möglichst diskret.
Die gefühlsmäßige Sicherheit, also die Geborgenheit, wird einerseits durch räumliche Gegebenheiten, andererseits durch Vertrautheit geschaffen.
Das Kriterium der Geborgenheit wird sehr anschaulich durch den Ausdruck „lebendige Mitte" beschrieben. Hier, in der Hausgemeinschaft, zentriert sich das Gemeinschaftsleben, Erinnerungen werden neu belebt, die Orientierung wird gefördert und somit auch das Sicherheits-, Zusammengehörigkeits- und Geborgenheitsgefühl.

 

• Eigenverantwortlichkeit
Durch die familienähnliche Wohnform mit ihren Charakteristika Selbständigkeit, Privatheit, Vertrautheit und Geborgenheit werden die Bewohner in ihrer Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Sie behalten die Kontrolle über ihr eigenes Leben.
Die Selbstbestimmung des persönlichen Tagesablaufes ist ein bedeutender Faktor, um Normalität zu schaffen. Der Bewohner bestimmt selbst, wann er schläft, wann er isst, was er tut, an welchen Aktivitäten er teilnimmt oder ob er sich zurückzieht.

 

Unsere Hausgemeinschaften sind auf das Wohlbefinden und eine größtmögliche Lebensqualität der Bewohner ausgerichtet.

 
Wir wollen, dass unsere Bewohner die vier Gefühlszustände erreichen, die auf der ganzen Welt als notwendig für Wohlbefinden angesehen werden:
   • das Gefühl, etwas wert zu sein,
   • das Gefühl, etwas zu können,
   • das Gefühl, Kontakt zu anderen Menschen zu haben, dazu zu gehören
   • das Gefühl von Sicherheit, Urvertrauen und Hoffnung

 

Deshalb steht der Bewohner und seine individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt unseres Konzeptes:
   • akzeptiert zu werden, so wie sie ist
   • ihn in seiner persönlichen Art zu verstehen
   • unterstützt zu werden, seinen eigenen Weg zu gehen
   • Toleranz, Wertschätzung und Respekt entgegengebracht zu bekommen
   • Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen zu empfinden
   • sich „zu Hause" zu fühlen
   • ein soziales Netzwerk zu haben, das Vertrautheit schafft.

 


Rolle der Angehörigen

Ziel ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen professionell Pflegenden und Angehörigen zum Wohle unserer Bewohner.

 

In der Regel haben sich die Angehörigen Fertigkeiten zur Förderung noch bestehender Fähigkeiten und zur Kompensation von Störungen angeeignet. Diese Kompetenz wird von den Mitarbeitern anerkannt und wenn möglich auch in der Arbeit speziell mit dem Demenzkranken genutzt. So entsteht ein Gefühl gegenseitiger Achtung und Vertrauens.

 

Durch die Beteiligung an der Versorgung kann es bei den Angehörigen zu einer Reduzierung der Schuldgefühle und Phantasien des Versagens kommen.

 

Unser Ziel ist, dass Angehörige und Mitarbeiter einen für beide befriedigenden, gelungenen und verlässlichen Kontakt aufbauen und gute persönliche und herzliche Beziehung pflegen. Angehörige finden sich in ihrer neuen Rolle nicht mehr nur als „Tochter" oder „Ehemann" sondern auch als „Angehöriger". Angehörige und Mitarbeiter werden zu Partnern.

 

Bei Bewohnern, die keine Angehörigen haben oder deren Angehörige nicht in der Lage oder Willens sind, sich um sie zu kümmern, übernehmen ehrenamtliche Helfer die Begleitung.

 

In jeder Hausgemeinschaft finden quartalsweise Angehörigenabende statt, die von den Teamleitungen und Alltagsmanagern organisiert und verantwortlich durchgeführt werden.

 

Bei mindestens einmal jährlich übergreifend stattfindenden Angehörigenabenden haben die Angehörigen die Möglichkeit, sich mit der kompletten Leitungsebene des Hauses auszutauschen.

 

Ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sind eine große Bereicherung für unsere Pflegeeinrichtung!

 

Das Erstgespräch zwischen Ehrenamtlichen und Einrichtungsleitung dient der Erwartungsklärung und der Information über die Einrichtung. Den Interessenten werden mögliche Aufgabenbereiche und deren zeitlicher Aufwand dargestellt.

 

Für die Anleitung und Betreuung der Ehrenamtlichen ist die Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung und Teamleitung zuständig.

 

Ehrenamtliche erhalten von allen Mitarbeitern ein Feedback über Ihre Tätigkeit und werden gebeten aktiv am Beschwerdemanagementsystem mitzuwirken. Ehrenamtliche haben die Möglichkeit, nach Absprache mit der Einrichtungsleitung an externen und internen Fortbildungen teilzunehmen. Die Einrichtung organisiert zweimal jährlich einen Kaffeenachmittag als Gesprächskreis für Ehrenamtliche.

 


Für ehrenamtliche Tätigkeit besteht während ihrer Ausübung ein umfassender Versicherungsschutz.
Die Regelung bei Schadensfällen übernimmt die Einrichtungsleitung.

 

Gemeinwesen/Vernetzung


Wir verstehen unsere Einrichtung als ein offenes Haus.

Durch eine intensive Angehörigenarbeit, Kontaktpflege zu den örtlichen Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen und die Herausgabe einer Monatszeitung wird die Öffnung unserer Einrichtung nach Außen unterstützt und gefördert.

Es entsteht eine Kooperation zu der Winzergenossenschaft Groß-Umstadt. Hier werden thematische Ausstellungen, Weinproben und Feste für eine breite Öffentlichkeit stattfinden.

Über den Museumsverein „Gruberhof" arbeiten wir mit der „Umstädter Runde" zusammen. Ziel ist historische, kulturelle und geografische Besonderheiten in der Halle auszustellen und Infoveranstaltungen durchzuführen.

Über die Volkshochschule Darmstadt-Dieburg und andere Institutionen sind verschiedene Angebote geplant:

 

Vernetzung

Von großer Bedeutung ist die Einbindung der Einrichtung in die lokalen, regionalen und überregionalen Versorgungsstrukturen.
Daher ist eine regelmäßige Teilnahme an den für den Bereich Groß-Umstadt zuständigen Pflegekonferenzen der Seniorenbeauftragten des Landkreises Darmstadt-Dieburg zum Austausch und Vernetzung und / oder zur Schaffung möglicher Kooperationen unabdingbar.
Auch eine Teilnahme an den Landesarbeitsgemeinschaften unseres Trägerverbandes bpa bzw. dessen Veranstaltungen sind gewährleistet.

 

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